Wie alles begann

Die Idee

Die Idee für das sächsische Weingummi entstand am Küchentisch – wie so viele gute Ideen.

Die Familie von meinem Freund Markus besitzt schon seit zwei Generationen einen kleinen Weinberg nahe dem Dresdner Elbtal. 2018 und 2019 waren so gute Jahrgänge, dass wir viele Trauben ernten konnten, und so stellte sich die Frage: Was können wir aus dem süßen Traubensaft machen? Nachdem wir Traubengelee und andere Ideen schnell wieder verworfen hatten, war die Antwort doch recht schnell gefunden: Weingummi! Sächsischer ElbWeingummi.

Die Anfänge

Ich habe Agrarwirtschaft und Business Administration studiert und im Beruf mit vielen unterschiedlichen Rohstoffen gearbeitet, ökologisch wie auch konventionell. Markus studierte Ökologie und Umweltschutz. Damit war für uns von Anfang an klar, dass keine künstlichen Aromen oder Konservierungsmittel in unser Produkt kommen. Durch unsere regionalen Wurzeln war uns gleichzeitig genauso klar, dass wir hier in Sachsen arbeiten wollen – und vor allem: Dass unsere Arbeit den langfristigen Erhalt von Streuobstwiesen und Weinbergen im Elbtal unterstützen soll. Denn wir wissen, wie wichtig die kleinen Flächen für die Artenvielfalt sind.

Bevor sich unsere Küche in eine kleine Hexenküche verwandelt hat, ging es ab in die Süßwarenregale, um zu schauen, was die anderen so machen und zu prüfen, ob unsere Idee schon irgendwo zu finden ist. Das Ergebnis war: Viel Auswahl, doch wenig Frucht in Tüten großer Marken, und vor allem weit und breit kein Wein. Außerdem waren keine kleinen regionalen Produzenten zu finden. Startschuss für den unromantischen Teil: Businessplan schreiben…

Die Umsetzung

Das Konzept ist das eine. Die Umsetzung etwas anderes. Viel Zeit, Leidenschaft und Recherche habe ich in mein Herzensprojekt gesteckt. Stundenlang habe ich in unserer Küche gerührt, verkostet und unzählige Variationen getestet; Verpackungen konzipiert, Muster begutachtet und Namen überlegt.

Der Name hat mir dabei die meisten Kopfschmerzen bereitet. English Winegums als geschützter Eigenname muss bspw. keinen Wein enthalten, Sächsischer Weingummi schon – und das tut er auch. Eine Überlegung war, es „Englisches Weingummi aus Sachsen“ zu nennen. Aber um die Verwirrung nicht komplett zu machen, bin ich bei der alkoholfreien Variante auf die Bezeichnung Fruchtgummi umgestiegen.

Der erste Würfel

Mein Wesen ist eigentlich nicht von überschwänglichen emotionalen Ausbrüchen gekennzeichnet, aber die erste gefüllte fertige Schachtel in den Händen zu halten und von allen Seiten betrachten zu können, das war ein unbeschreiblicher Moment nach all den Monaten! Und wenn man dann die Früchte seiner Arbeit im Einzelhandel stehen sieht, erfüllt es einen irgendwie auch mit Stolz, weil man sieht, was man erreichen kann, wenn man an seine Idee glaubt und diese beharrlich verfolgt. Vielleicht waren es Organisationsgeschick, Pragmatismus und Kreativität, die mich ans Ziel geführt haben, aber ohne den vielen Zuspruch durch Familie und Freunde wäre es wohl immer nur eine Idee geblieben.

Nun bin ich sehr gespannt, wie die kleinen Würfel ankommen werden. Ich freue mich über Rückmeldungen!